Wir über uns   unsere 125 jährige Geschichte


Gründung der Schützengesellschaft Haiger

in 1890


Acht ehrbaren Bürgern verdankt es die Gesellschaft, dass sie im Jahr 2015 ihr hundertfünfundzwanzigjähriges Jubiläum begehen konnte.

Diese reichten im Februar 1890 an den "wohllöblichen Gemeinderat der Stadt" ein Gesuch ein, um Genehmigung zur Abhaltung von Scheibenschießen zu erhalten.

Im Jahre 1895 erhielt die Gesellschaft ihr Banner, das auch heute noch zur Verfügung steht.

Unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg, im August 1919 sammelten sich die Mitglieder wieder zum Verein.

Der zweite Weltkrieg verursachte schmerzliche Eingriffe auch ins Vereinsleben. Von den rund 140 aktiven Schützen befanden sich laut Chronik im Jahre 1944 einhundert verstreut an den verschiedenen Fronten des Krieges.

Die Geschichte der Haigerer Schützengesellschaft schien 1945 zu Ende, alsder Verein verboten wurde. Doch bereits fünf Jahre später, 1950, erwachte er zu neuem Leben.

Mehrmals wird im Laufe über hundert Jahre Vereinsgeschichte der Vereinseine Heimstätte wechseln, bevor neben dem Haigerer Sportstation ein modernes geräumiges Schützenhaus, das 1978 seiner Bestimmungübergeben wird, entsteht.

Heute ist die Schützengesellschaft Haiger mit ihren ca. 260 Mitgliedern einer der größten Vereine sowohl in Haiger, als auch im Schützenkreis Dillenburg.


Wir freuen uns auf Euch!

Unsere Fahne

Fahnenstiftung / Ehrenschützenmeister


Die Gesellschaft erhielt um den 16.03.1895 eine Fahne gestiftet.

Der edle Stifter der Fahne in 1895, Klingel, wird zum Ehrenschützenmeister ernannt.
Das Kunstwerk der Fahnenstickerei S.A. Hietel, Leipzig, wird heute noch zu offiziellen Anlässen verwendet. Außerhalb dieser Nutzung wird die Fahne gut aufgehoben in einer Glasvitrine ausgestellt.
Die Fahnenweihe wurde am 16., 22. und 23.06.1895 mit Festlichkeiten und einem Preisschießen begangen, mit Rahmenprogramm u.a. mit dem Gesangsverein Liefertafel.

Die Vereinsfahne der SG-Haiger

Unsere Feldkanone

1997 war es soweit...


Schon seit längerer Zeit spielte man mit dem Gedanken, eine Vorderladerkanone anzuschaffen.
Aus Spenden, einer eigens eingerichteten Kanonenkasse sowie Zuschüssen durch die Schützengesellschaft wurde der Nachbau eines 3-Pfünder Feldgeschützes vom Aurachtaler Kanonenbauer Valentin Biermann erworben.
Seitdem schmückt sie den Eingangsbereich unseres Schützenhauses.

Die Kanone, ein Nachbau eines preusischen Feldgeschützes, hat ein Kaliber von 70 mm und besitzt ein Stahlguß-Kanonenrohr.
Sie ist knapp 1,9 m lang und 1,3 breit. Damit muss sie zum Böllern vorab komplett zerlegt werden, um durch die Eingangstüre zu passen.
Die Kanone hat ein Gesamtgewicht von 250 kg, allein das Geschützrohr wiegt 110 kg.
Das Rohr wurde mit einer Genauigkeit von 0,1 mm auf 70 mm aufgebohrt und ist somit auch wettkampftauglich!

Zum Böllern wird zuerst eine Böllerladung mit 240 Gramm Böllerpulver (Schwarzpulver) eingebracht.
Anschließend werden zum Verdämmen noch ca. 40 Gramm Sägespäne vor das Pulver gesetzt.
Gezündet wird sie mit einer Sicherheits-Zündvorrichtung, ähnlich der Perkussionszündung,
wie sie auch beim Vorderladerschießen mit Zündhütchen Verwendung findet.
Eine Zündung mit Zündschnur bzw. Lunte ist beim Böllern nicht zulässig.

Alle 5 Jahre wird das Kanonenrohr im Rahmen eines staatlichen Beschusses auf ihre Sicherheit hin überprüft. Dabei muss das Rohr einer doppelten Ladung mit erhöhter Verdämmung standhalten.
Anschließend wird der Kanone mittels einer offiziellen Beschußbescheinigung sowie am Rohr eingeschlagenen, amtlichen Beschußstempeln die Zulassung zum Böllern für 5 weitere Jahre erteilt.

Unsere Königskette

Stiftung einer Königskette für die SGH


Wie wir aus dem Protokollbuch entnehmen, haben die Mitglieder der Gesellschaft am 2. Juni 1906 erstmals über die Beschaffung von Schützenjoppen einen Beschluß gefaßt.
Der Preis der Joppe lag zwischen 22 und 23 Mark.

Lustig ist eine Eintragung vom 8.Juli 1906 in der uns überliefert wird, daß beim Preisschießen auf 175 und 100 Meter als Preise 6 Flaschen Himbeersaft gestiftet wurden.

In 1906 gibt das Protokollbuch erstmals Auskunft darüber, daß ein Königsschießen durchgeführt wurde.

Unsere noch heute erhaltene Königskette besteht aus einer Medaille aus dem Jahre 1903, die wahrscheinlich von der Deutsch-Amerikanischen Schützengesellschaft Philadelphia, USA, gestiftet wurde.
An dieser Medaille befindet sich eine Kette, die jedes Jahr durch Jahreszahlen bzw. Namensschildchen erweitert wird.
Es ist wohl die wertvollste Schützenkette hier im heimischen Raum.
Stutzig macht uns eine Eintragung vom 11. September 1913 in der es heißt, daß der Stifter der Königskette, Herr Schneidermeister Lehr, extra zum Königsschießen eingeladen wird.
Vielleicht gelingt es uns doch noch einmal, in der Zukunft, genau festzustellen und zu recherchieren, von wem unsere Gesellschaft diese wertvolle Kette erhalten hat.